Das Salonorchester Detmold
Finnland 2009
Finnland 2009...
Das Finnland-TagebuchDonnerstag, 29. Januar, 14:30 Uhr: Abfahrt am Kronenplatz. Wir sind 3 Stunden bis nach Düsseldorf unterwegs und steigen dort um 9 Uhr in den Flieger nach Helsinki. Schon in der Luft sehen wir die ersten Anzeichen fuer neue klimatische Verhältnisse: Kurz vor Helsinki rasen Schneeflocken an uns vorbei. Nach der Landung im ,,Schneesturm" wurden wir zu unserem Hotel gefahren.
Freitag: Nach einem selbstorganisierten Frühstueck lassen wir die Hauptstadt schon wieder hinter uns und machen uns auf den Weg nach Savonlinna. Dabei nehmen wir die längere Ostroute an der russischen Grenze entlang. Außerdem besuchen wir den Originaldrehort des Films ,,Doktor Shivago", Porvoo, und machen erste Erfahrungen mit dem Schnee. Nach einer langen, aber sicheren Fahrt durch weiße Landschaften beziehen wir schließlich Quartier in ,,Knut Posse". Die ,,Taidelukio" (zu Deutsch: Kunstgymnasium) sendet uns eine Delegation, die uns zum Pizza-Essen einlädt, und wir treffen die beiden Schul-Zivis, die wir bald wiedersehen.
Samstag und Sonntag: Auf den unzähligen Seen, die man zu dieser Jahreszeit nicht nur ansehen, sondern auch begehen kann (durchgehend -5 Grad), machen wir einen langen Spaziergang. Wir besichtigen die Burg Olavinlinna von mehreren Seiten und sind auf der Suche nach einer guten ,,Abfahrt" zum Schlittenfahren. Auch besuchen wir die größte Holzkirche der Welt in Kerimäki. Im Hotel bringen wir schonmal unsere Instrumente für die kommenden Konzerte in Stimmung. Das abendliche Highlight ist die Sauna in Zimmer 706: Drei Gänge mit Minz-Aufgüssen und anschließendem ,,Entschlackungsgang", zwischen denen wir uns im Schnee abkühlen.
Montag: Nach dem Kosten einer finnischen ,,Spezialität" - so etwas wie Haferschleim mit Roter Grütze - in der Kunstschule als Frühstück serviert - fahren wir zu zwei Kurzauftritten vor Schülern der ,,Mertala"-Grundschule (auch hier wird als besondere Spezialität Haferschleim serviert - zum Mittagessen um 10:30 Uhr). Die Schüler verhalten sich bemerkenswert ruhig und gesittet ;) Nun sitzen wir hier in der Taidelukio und haben gerade eine kleine Führung durch die exzellent ausgestatteten Kunst- und Musikräume hinter uns (unter anderem ca. 25 neue iMacs in zwei Computerräumen).
Dienstag: Auch diesen Morgen kommen wir in den Genuss der finnischen Spezialität (zugegeben: man gewöhnt sich dran. Es handelt sich uebrigens um ganz normales "Porridge", also Haferbrei.) Dem fruehen Aufstehen (8 Uhr nach finnischer Zeit) zum Trotz hängen wir direkt eine ausgiebige Probe in der Schulaula "Melatinsalli" dran - fuer den Auftritt im "Promenadikonserti" am heutigen Abend. Mittags haben wir einen kurzen Auftritt in einem örtlichen Altenheim, den wir leider ohne Klavier bestreiten muessen - einige Damen und Herren erkannten unsere Melodien trotzdem wieder und freuten sich. Abends dann die grosse Auffuehrung: Wir eroeffnen das dreieinhalbstuendige Konzert, in dem Klassik, Pop- und Volksmusik bunt gemischt sind, mit drei von unseren Stuecken und kommen damit ziemlich gut an. Dann lassen wir die Nacht beim "Grilli" mit einem "Hampurilainen (Hamburger)" ausklingen.
Mittwoch: Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern in der Schule und machen uns auf den Weg nach Helsinki. Dabei kommen wir auch am Skisprungort "Lahti" vorbei und sind unerwartet sogar Augenzeugen einiger Probesprünge der finnischen Mannschaft. Nachdem wir unser Hotel bezogen haben, schlagen wir uns in einem AllYouCanEat-Restaurant den Bauch voll.
Donnerstag: Morgens besichtigen wir ein paar von Helsinkis Attraktionen: den Dom (wo wir unser obligatorisches Gruppenfoto machen), die russisch-orthodoxe Kirche, den Hafen mitsamt angrenzender Markthalle. Wir haben nicht viel Zeit, denn schon um 13 Uhr legt die kleine Fähre ab, die uns zur anliegenden Insel Suomenlinna bringt (stolze 850 Einwohner). Uns begleitet dabei der langjährige Salonkiorkesteri-Freund Peter Sandin mitsamt seiner Familie, der uns sogar auf eine Suppe einlädt. Wir machen danach einen Inselrundgang, auf dem wir die alten Festungsanlagen besichtigen, die Helsinki seit dem Mittelalter vor seinen Feinden beschuetzen. Wieder zurück auf dem Festland haben wir ein bisschen Zeit für uns.
Freitag: ... ist Abreisetag. Die Reise war uns mal wieder ein Vergnügen. Wir (oder zumindest der jüngere Teil des Orchesters) hoffen, dass man sich bald mal wiedersieht!
Finnland 2006
(von Hajo Gärtner) Von einer anstrengenden aber auch schönen und erfolgreichen Konzertreise in Detmolds finnische Partnerstadt Savonlinna sowie die Hauptstadt Helsinki ist das Salonorchester des Grabbe-Gymnasiums wohlbehalten zurück gekehrt.Über die Pfingsttage gab es ein Wiedersehen mit Freunden der Finnisch-Deutschen Gesellschaft Savonlinna und Konzerte im neuen Konzertsaal auf der Kasinoinsel.
Die Schülerinnen und Schüler wohnten mit ihrem Leiter Udo Mönks in Wohnheimen der Schulen und waren zum Frühstück jeweils Gäste des Bürgermeisters in der Cafeteria des Rathauses Savonlinna. Neben den Sehenswürdigkeiten – Burg Olavinlinna, weltgrößte Holzkirche Kerimäki, Forstmuseum Lusto – stand die Teilnahme am finnischen Leben mit Sonnenuntergängen (22.30 Uhr) am Pärhavesi See im Mittelpunkt des Besuchs. Viel Freude bereitete das Orchester in zwei Altersheimen: Die Konzerte dort weckten in den älteren Zuhörern Erinnerungen an die Jugend und das Tanzen. „Bel ami“ und „Wenn der weiße Flieder“ zeigten sich als international bekannte Titel.
Vor dem Rückflug erkundete das Orchester noch die Attraktionen von Helsinki, wie z.B. die Festungsinsel Suomenlinna, den Dom und die Felsenkirche.
Seit 1993 hat das Salonorchester des Grabbe-Gymnasiums damit die zehnte Konzertreise nach Finnland unternommen. Die Fortsetzung des Austausches durch einen Gegenbesuch eines finnischen Ensembles ist geplant.
Keine Termine in nächster Zeit.